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Berliner Fernbahnhöfe

Berlin hat eine lange Tradition im Eisenbahnwesen. Es gab bedeutende Fernbahnhöfe, früher alles Kopfbahnhöfe. Sie wurden meist nach dem Ziel benannt (Lehrter Bahnhof, Anhalter Bahnhof, Schlesischer Bahnhof, Stettiner Bahnhof, etc.). Ihre Architektur war meist sehr eindrucksvoll. Davon ist im Zweiten Weltkrieg meist nicht viel übrig geblieben. Vom Anhalter Bahnhof steht nur noch ein Rest seines Vorbaues. Der Hamburger Bahnhof, der nur kurz in Betrieb war, sieht im äußeren unversehrt aus. Andere Bahnhöfe sind völlig verschwunden, teilweise auch schon vor dem Kriege.

Die Kopfbahnhöfe waren früher ein Ärgernis, wenn jemand umsteigen wollte. Die Wegstrecken waren weit. Wer sich davon einen Eindruck machen will, sollte man den Film "Ein Mann will nach oben" nach dem Roman von Fallada ansehen. Er fängt viel vom damaligen Leben - dem Berliner Milieu - zu Beginn des 20. Jh. ein. Die Kopfbahnhöfe wurden dann durch die Ringbahn verbunden, was Umsteigevorgänge vereinfachte.

Später begann man mit dem Bau der Stadtbahn. Sie quert die Stadt in West-Ost-Richtung, meist als gemauerter Viadukt. Erst mit der Stadtbahn wurde die Innenstadt an die Fernbahn angeschlossen. Die Bahnhöfe Zoo, Friedrichstraße (1882 eröffnet) und Alexanderplatz. Dieser Zustand blieb bis zum Ende des 20. Jh. bestehen, da durch die Teilung Deutschlands und Berlins die Bedeutung der Eisenbahn für Berlin (West) auf ein Minimum sank. Zumal der Bahnverkehr durch die Deutscxhe Reichsbahn erfolgte, also durch den Osten, wie man so zu sagen pflegte. In Berlin (Ost) hatte die Bahn ein wesentlich größeres Gewicht. Nicht nur Güter wurden massenhaft per Schiene befördert, auch der Personenverkehr war von großer Bedeutung. Es gab auch schon Schnellverbindungen von den Bezirkshauptstädten nach Berlin (morgens hin, abends zurück), Folge der zentralen Staatsführung (Regierung und Partei) in Berlin.

Erst nach der Wiedervereinigung wurde der Bahnverkehr völlig umgestaltet und eine neue Bahnverbindung, der Nord-Süd-Tunnel gebaut. Mit diesem Bau wurde auch die Bahnhofslandschaft neu strukturiert. Der Bahnhof Zoologischer Garten, für Berlin (West) der wichtigste Bahnhof mit hohem Symbolgehalt, wurde zum Regionalbahnhof degradiert. Der Ostbahnhof, der in Berlin (Ost) später zum Hauptbahnhof erhoben wurde, verlor diesen Titel wieder. Dafür wurde an der Stelle des (im Kriege zerstörten) Lehrter Bahnhofs der neue Hauptbahnhof als Kreuzungsbahnhof mit der neuen Nord-Süd-Verbindung errichtet.

Durch die Nord-Süd-Verbindung entstanden weitere Bahnhöfe. Der S-Bahnhof Papestraße an der Ringstraße wurde zum Fernbahnhof ausgebaut und heißt seitdem Südkreuz. Entsprechend wurde am Nordkreuz der S-Bahnhof Gesundbrunnen ausgebaut. Es bestehen wohl Bestrebungen, diesem Bahnhof ebenfalls umzubenennen, er würde dann Nordkreuz heißen. Neu gebaut wurde auch der Bahnhof Spandau. Spandau hatte auch schon früher einen Hauptbahnhof, der lag aber auf dem linken Havelufer (im Ortsteil Stresow). Nach der Wiedervereinigung und dem Ausbau der Bahnstecken nach Stendal-Hannover und Hamburg wurde am Rande der Altstadt auf dem alten Güterbahnhof ein neuer Bahnhof errichtet (jetzt auf dem rechten Havelufer). Im Gegensatz zum Hauptbahnhof wurde das Dach hier aber vollständig gebaut, bei Regen steht niemand im Freien!

Hauptbahnhof


Nordeingang


Südeingang über Gustav-Heinemann-Brücke

Südeingang
Südeingang


Bahnhofshalle mit Stadtbahnviadukt

Bahnhofshalle
Bahnhofshalle


Bahnsteige Untergeschoß


Bahnsteige Obergeschoß, Blick nach Osten

Bilder des Hauptbahnhofes. An der Stelle des alten Lehrter Bahnhofs gelegen, direkt neben dem Regierungsviertel. Oben läuft die Stadtbahn durch, vier Gleise Fernbahn und zwei Gleise S-Bahn. Im Untergeschoß, am Nordende des Nord-Süd-Tunnels, befinden sich vier Gleise Fernbahn. Eine U-Bahn ist geplant und teilweise im Bau. Sie soll einmal unter dem Brandenburger Tor hindurch bis zum Alexanderplatz führen, wo sie dann Anschluß an das U-Bahn-Netz hätte.

Das Bahnhofsdach über den oberen Bahnsteigen wurde nicht in ganzer Länge eingebaut. Kosten- und Termingründe veranlaßten die Deutsche Bahn eine gekürzte Variante zu bauen. Mit dem Architekten Meinhard von Gerkahn gab es darüber hinaus Streit, wie auch über geänderte Zwischendecken. Beim Sturm im Januar 2007 stürzten zudem noch Stahlteile der Fassade ab.

Weitere Bilder vom Bahnhof in der Mappe Tiergarten.

Bahnsteige
Bahnsteige Obergeschoß, Blick nach Westen

Bahnhof Südkreuz


Westeingang


Westhalle


S-Bahnhof der Ringbahn (oben)


ICE auf der Nord-Süd-Strecke

Der Bahnhof Südkreuz oder früher Papestraße. Es gibt hier drei Fernbahnsteige (nur zwei sind zZ zugänglich) und einen S-Bahnsteig. Da die Ringbahn die Fernbahngleise kreuzt, hat dieser Bahnhof zwei Bahnhofshallen, die über den S-Bahnsteig miteinander verbunden sind.

Der eigentliche Bahnhofsplatz liegt vor dem Westeingang, wo auch die PKW-Zufahrten und ein Busbahnhof liegen.

Weitere Bilder vom Bahnhof in der Mappe Schöneberg.


Fernbahnsteige (unten)

Bahnhof Spandau


Bahnhof Spandau

Bahnhofshalle


Bahnhof Spandau


Regionalbahn im Bahnhof


ICE bei der Bahnhofsdurchfahrt


Regionalbahn im Bahnhof


Bahnhofshalle nach Westen

Der Bahnhof Berlin-Spandau. Am Rande der Altstadt zwischen dem Rathaus Spandau und dem Einkaufzentrum Spandau-Arkaden gelegen.

Im Zuge des Ausbaus der ICE-Strecken nach Hannover und Hamburg wurde der Bahnhof völlig neu errichtet. Er verfügt über zwei Fernbahnbahnsteige und einen S-Bahnsteig. Die S-Bahn endet hier.

Früher führte die S-Bahn von hier aus weiter bis Falkensee. Es war eine der jüngsten Strecken. 1951 eröffnet, wurde sie 10 Jahre später durch den Mauerbau wieder stillgelegt. Seit der Wiedervereinigung geht es immer wieder darum, diese ehemalige Verbindung wieder zu reaktivieren.

Weitere Bilder vom Bahnhof in der Mappe Spandau.


Bahnhofshalle nach Osten

Bahnhof Gesundbrunnen

Bahnhofsvorplatz
Bahnhofsgebäude


Bahnsteige an der Badstraße


Bahnhof von der Swinemünder Brücke


Bahnsteig

Der Bahnhof Gesundbrunnen. Ein Bahnhof der als solcher lange Zeit kaum erkennbar war. Das Bahnhofsgebäude ist nunmehr fertiggestellt. davor war der Vorplatz bis auf den Markt ziemlich kahl. Bei den Verbin dungen nach Norden fehlen hier große Ortschaften. Es geht von hier nach Rostock oder Stralsund, der größte Ort in Richtung Nordost wäre Stettin und damit wäre man schon in Polen.

Direkt neben dem Bahnhof liegt das Gesundbrunnen-Center. Ein Einkaufszentrum. Und es gibt im Umfeld des Bahnhofs drei Kletteranlagen, zwei Außenanlagen und eine Kletterhalle.

Weitere Bilder vom Bahnhof in der Mappe Wedding.


Bahnsteig

© alle Bilder Rüdiger Nathusius